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Lass das Kind doch schreien
August 4, 2026 /Oder: Wie Bindung und Co-Regulation sich – glücklicherweise – über die Generationen verändert haben. 1945 lauteten Erziehungsempfehlungen unter anderem: Babys nicht „verzärteln“. Schreien lassen – oft bis zum nächsten Füttern in den Morgenstunden. Körperkontakt möglichst begrenzen. Statt Stillen wurde häufig Kondensmilch empfohlen. Bis zur Generation Babyboomer gab es folgende Empfehlungen: Gehorsam und Anpassung Gefühle wenig beachten Nähe und Trost bedeuten Verwöhnung Körperliche Strafen Leistung und Pflichterfüllung Heute, im Jahr 2026, wissen wir deutlich mehr. Welche Veränderungen sich zeigen, findest Du auf meinem LinkedIn Artikel hier:
Warum der Körper nicht einfach „loslässt“
Juli 23, 2026 /„Der Körper vergisst nichts – auch nicht das, woran wir uns nicht erinnern.“ Andrea Eidmüller Du schläfst eigentlich genug – und fühlst dich trotzdem erschöpft. Dein Rücken schmerzt, obwohl medizinisch kaum etwas gefunden wird. Der Magen spielt verrückt. Der Kopf ist ständig angespannt, vielleicht kommen sogar Migräne oder wiederkehrende Kopfschmerzen dazu. Oft beginnt dann eine lange Reise von Arztpraxis zu Arztpraxis. Untersuchungen folgen, Befunde bleiben unauffällig. Irgendwann fällt der Satz: „Körperlich ist alles in Ordnung.“ Und doch fühlt es sich nicht so an. Du spürst, dass etwas nicht stimmt. Dann taucht irgendwann eine andere Frage auf: Warum reagiert mein Körper so? Wenn der Körper ausdrückt, was Worte nicht können Andrea…
Für die Bindung tue ich alles
Mai 20, 2026 /„Ich weiß gar nicht richtig was ich eigentlich will.“ Meine Klientin saß vor mir und war wirklich verzweifelt. Sie erzählte von ihrer Beziehung, wie sehr sie sich bemühte, Konflikte zu vermeiden, alles richtig zu machen und die Bedürfnisse anderer zu erfüllen. „Wenn jemand enttäuscht von mir ist, halte ich das kaum aus“, sagte sie betroffen. Und sie ergänzte, dass sie dann faktisch nach innen kollabiert (sich total zurückzieht), um die Situation zu bewältigen. Ein altes, erlerntes Muster – was ihr heute nicht mehr gut tut und auch zu körperlichen Symptomen führt. Im Laufe unserer Gespräche wurde deutlich: Schon als Kind hatte sie gelernt, sich anzupassen. Ihre eigenen Gefühle wurden wenig…
Viel zu große Schuhe – Parentifizierung in der Kindheit und Folgen
April 12, 2026 /„Warst du als Kind diejenige, die immer vermitteln musste, wenn deine Eltern gestritten haben?“ „Hast du früh gelernt, stark zu sein – weil sonst niemand stark war?“ „Warst Du eher unsichtbar, unauffällig und angepasst – weil sich keiner um dich gekümmert hat?“ Wenn Kinder Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich zu den Eltern gehören – emotional oder praktisch – spricht man von Parentifizierung. Es ist ein ungewollter Rollentausch, bei dem Kinder in eine Verantwortung gezwungen werden, weil das Familiensystem sonst auseinander bricht. Dies kann aus ganz verschiedenen Gründen erfolgen: Wenn Mütter oder Väter psychisch (Alkoholismus, Depressionen u.a.) erkrankt sind und keine Kapazitäten haben, sich ihren Kindern zuzuwenden Wenn ein Bruder oder…
Medizinisches Trauma: Symptome, körperliche Reaktionen und Wege zur Verarbeitung
Februar 24, 2026 /Vor einer anstehenden weiteren Operation bittet mich eine Klientin um einen Termin, da sie im Hinblick auf ihre OP vielerlei körperliche Symptome verspürte. In der Sitzung erzählte sie dann, dass schon allein bei der Vorstellung an den Termin ihr Herz zu rasen beginnt und sie in der letzten Zeit auch Schlafstörungen hatte. Medizinische Behandlungen sollen Heilung und Unterstützung geben. Doch nicht jede Erfahrung im medizinischen Kontext wird als sicher oder hilfreich erlebt. Manchmal hinterlassen Operationen, Notfallsituationen oder belastende Untersuchungen psychische Spuren, die noch lange nach der körperlichen Genesung bestehen bleiben. In der Psychotherapie sprechen wir dann von einem medizinischen Trauma. Und vielleicht liegt der Ursprung schon sehr lange zurück… so,…





