• Lebensthemen

    Viel zu große Schuhe – Parentifizierung in der Kindheit und Folgen

    „Warst du als Kind diejenige, die immer vermitteln musste, wenn deine Eltern gestritten haben?“ „Hast du früh gelernt, stark zu sein – weil sonst niemand stark war?“ „Warst Du eher unsichtbar, unauffällig und angepasst – weil sich keiner um dich gekümmert hat?“ Wenn Kinder Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich zu den Eltern gehören – emotional oder praktisch – spricht man von Parentifizierung. Es ist ein ungewollter Rollentausch, bei dem Kinder in eine Verantwortung gezwungen werden, weil das Familiensystem sonst auseinander bricht. Dies kann aus ganz verschiedenen Gründen erfolgen: Wenn Mütter oder Väter psychisch (Alkoholismus, Depressionen u.a.) erkrankt sind und keine Kapazitäten haben, sich ihren Kindern zuzuwenden Wenn ein Bruder oder…

  • Leicht - wie ein Drachen - das wäre schön
    Lebensthemen

    Es ist nie zu spät – eine glückliche Kindheit zu haben

    Und wie uns dabei Ressourcenfocus und Perspektivwechsel helfen können! In der öffentlichen Wahrnehmung hält sich hartnäckig ein Mythos: Wer eine schwierige Kindheit hatte, ist zwangsläufig im Erwachsenenleben belastet, leidet dauerhaft unter den Schatten der Vergangenheit und ist emotional verwundet. Ben Furmann stellt in seinem Buch „Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben“, diese weit verbreitete Vorstellung infrage – nicht, indem er die Realität verdrängt, sondern indem er ihr Tiefe, Differenzierung und Hoffnung hinzufügt. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Begleiterin von Menschen mit belastenden Kindheits- und Jugenderfahrungen erlebe ich oft, wie wichtig es ist, die Vergangenheit anzuerkennen – keine Frage. Hier braucht es erstmal viel Würdigung! Würdigung für…