• Lebensthemen

    Was ich im Leben bereue?

    Nichts! Ganz einfach!? Ich gehe bald auf einen weiteren runden Geburtstag zu, habe mein langjähriges Angestelltenverhältnis verlassen und finde, dass ist ein guter Zeitpunkt, ein Resümee über das bisherige Leben zu ziehen. Nicht erst zum Jahresende oder zum Tag X. Sondern jetzt! Die Tage kam dann auch noch treffend der Newsletter der Deutschen Gesellschaft der Positiven Psychologie (DGPP). Ich lese ihn gerne, denn er fasst immer gut zusammen, was ich Positives in der Welt finden kann. Auch hier fand ich einen Satz, der meine Gedanken zu meinem bisherigen Leben gut umfasst: „Lebenserfahrungen, die neuartig und herausfordernd sind sowie einen Perspektivwechsel erfordern, tragen maßgeblich dazu bei, ein psychologisch reiches Leben zu…

  • Lebensmitte,  Lebensthemen

    Loslassen: (k)eine einfache Übung – der Vorruhestand kommt!

    Alle Menschen lassen ein wenig von sich selbst zurück, wenn sie weggehen. David Rochford Loslassen ist ein Wort, dass erstmal einfach klingt, aber in Situationen, wie z.B. der Übergang in eine neue Lebensphase, kann dies auch herausfordernd und beunruhigend sein. Warum das so ist, berichte ich aus eigener Erfahrung, denn ich gehe in den Vorruhestand. Ergänzt wird das durch Beratungsbeispiele, die ich in meiner Praxis erlebe und begleite. In diesem Blogartikel biete ich 6 Anregungen, wie der Start in diese Lebensphase gut gelingen kann. Nicht zuletzt beschreibt  Romano Guardini, Religionsphilosoph und Theologe, den Abschied aus dem offiziellen Berufsleben als die „Krise der Loslösung“, bei der man mit vielen einzelnen (seelischen)…

  • Lebensthemen

    Der Lauf des Lebens: Gedanken zu meiner Hospizausbildung

    „ Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. “. ― Cicely Saunders. Pionierin der Palliativmedizin und Gründerin der modernen Hospizbewegung. (1918-2005) Ich habe mich die letzten acht Monate auf eine Reise begeben, eine besondere, denn ich wollte mehr wissen über den Tod bzw. das Sterben. Was ich gefunden habe, sind viele neue Eindrücke über das Leben und über seinen Sinn. In der Qualifizierung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung wird auch auf das Lebensende geblickt, selbstverständlich. Aber es geht eher darum, das Leben oder vor allem das verbleibende Leben genau zu betrachten. Viele Menschen, denen ich von meiner Hospizausbildung erzählt habe, waren erstaunt, dass ich…

  • Beratungsbeispiele aus meiner Praxis,  Lebensthemen

    Vertrauen ist gut – Kontrolle ist noch besser?

    Ich traue mich, mich zu zeigen, denn ich vertraue darauf, dass nichts im Außen passiert Wir reden von Vertrauen schenken, Vertrauen entwickeln und Vertrauen aufbauen – sowohl im persönlichen als auch im beruflichen Kontext. Vertrauen ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Erfolgskriterien für gute Zusammenarbeit. Das bedeutet, gute und erfolgreiche Beziehungen basieren auf Vertrauen. Und nun? Wie aber entwickelt sich Vertrauen? Darüber wird wenig geschrieben. Das Geheimnis lautet: Die Grundlage für Vertrauen wird in ganz frühen Jahren angelegt. Und zwar durch direktes körperliches Erleben im Zusammenspiel mit unseren Bezugspersonen. Wie sich Vertrauen auf der Körperebene entwickelt und dann für ein Leben lang zur Verfügung steht, beschreibe ich in diesem…

  • Lebensthemen

    11 Fragen, die mein Leben in Gruppen leichter machen

    Wir erfahren uns in einer Gruppe. Sind oft in Gruppen zusammen. Oder werden in Gruppen zusammengesetzt, die wir uns nicht aussuchen: z.B. in der Arbeitswelt. Vielleicht vermeiden wir auch Gruppen. Und manchmal fragt man sich dann, warum man in einer Gruppe immer wieder in die gleiche (unangenehme) Situation kommt. Es gibt ein paar Dinge über die Gruppenidentität, die man durch bisherigen Erfahrungen mit und in Gruppen gebildet hat. Wie es dazu kommt und was hilft, etwas zu verändern, beschreibe ich in diesem Blogartikel. „Nur wer sich selbst gut begegnet, kann anderen gut begegnen.“ Welche Gruppenerfahrung habe ich? Gruppenidentität bildet sich zwischen dem 7. und 12. Lebensjahr. Gruppe meint damit alles…

  • Erinnerungen die bleiben
    Lebensthemen

    Wenn Eltern (Mutter oder Vater) für immer gehen …

    … dann steht Trauern an –  Es kann einen großen Einschnitt im Leben bedeuten, wenn Mutter oder Vater sterben. Die Gefühle, die aufkommen, sind besonders. Nicht zu vergleichen mit vorherigen Trauerprozessen, denn es geht etwas verloren, was uns zu dem hat werden lassen, der oder die man ist. In meinem Blogartikel zeige ich auf, was das besondere dabei ist, was jetzt – auch körperlich – besonders wichtig ist und wie sich das Leben durch den Tod der Eltern verändern kann. Der eigene Prozess Ich habe vor kurzem meinen (biologischen) Vater verloren. Er ist still und unbeachtet – ohne familiäre Begleitung – aus dem Leben geschieden. Ich habe eher durch Zufall…

  • Die Autonomie eines Kindes
    Lebensthemen

    Autonomie: wie viel davon ist gut?

    … besonders jetzt! Oder: Wie entwickelt sich gesunde Autonomie? In der Coronazeit war das Thema Autonomie zwar wortwörtlich nicht so ausgesprochen, aber in der Entscheidung über das Impfen oder eben nicht, verbirgt sich viel zu diesem Thema! Folge ich meinem Willen oder wem folge ich eigentlich? Möchte ich meine Autonomie wahren, indem ich meine Entscheidung vor mir selbst erkläre oder wie komme ich überhaupt zu einer Entscheidung? Wie entwickelt sich Autonomie? Das Wort Autonomie bezeichnet u.a. die Selbstständigkeit oder einen Zustand der Selbstbestimmung, Unabhängigkeit (Souveränität), Selbstverwaltung oder Entscheidungs- bzw. Handlungsfreiheit. Ihr Gegenteil ist die Heteronomie, d.h. die Fremdbestimmung. Und da wären wir wieder beim Impfen… Die wichtigste Phase, in der…

  • Lebensthemen

    Wer bin ich eigentlich und wie viele?

    Ego-States oder: Die Puzzleteile unserer Persönlichkeit Haben Sie sich schon einmal gefragt, aus welchen Persönlichkeitsanteilen Sie bestehen? Jeder Mensch ist eine Person – und doch tragen wir viele verschiedene Facetten in uns. Diese sogenannten Ego-States (von lateinisch ego = „ich“ und englisch state = „Zustand“) beeinflussen unser Leben auf vielfältige Weise: Sie können uns unterstützen, aber auch blockieren. Warum das so ist, erfahren Sie in diesem Artikel. Was sind Ego-States? Die Psychotherapeuten John und Helen Watkins entwickelten in den 1980er-Jahren die Ego-State-Therapie, um Menschen ihre inneren Persönlichkeitsanteile bewusst zu machen und sie in eine Einheit zu integrieren. Jeder Mensch besitzt zahlreiche Ego-States – mindestens fünfzehn, oft aber weit mehr. Sie…

  • Lebensthemen

    Überlebensstrategien: Wie wir werden was wir sind

    Überlebensstrategien als Hindernis für ein erfülltes Leben Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie in bestimmten Situationen immer wieder auf dieselben Verhaltensweisen zurückgreifen? Oder warum Sie in wiederkehrenden Herausforderungen oft wenig erfolgreich sind, weil der Kontakt mit anderen Menschen misslingt? Die Antwort liegt in den Strategien und Selbstbildern, die wir im Laufe unseres Lebens entwickelt haben. Meist unbewusst wenden wir sie immer wieder an – einfach, weil wir es nicht anders kennen. Doch nicht selten erweisen sich diese Verhaltensmuster als hinderlich. Sie halten uns in bekannten, oft destruktiven Kreisläufen gefangen. Die gute Nachricht: Was uns heute blockiert, kann sich verändern. Denn diese Strategien sind nicht angeboren – sie entstanden…

  • Lebensthemen

    Voll ins Leben zurückkehren?!

    Was bedeutet das? Vielleicht ist die Zeit rundum des Bangens in Zeiten von Corona bald zu Ende. Noch gibt es ein paar Hürden, aber ich bin optimistisch – auch wenn ich noch nicht geimpft bin – dass es bald so ist, dass alle geimpft sind, die sich impfen lassen wollen. Wir brauchen noch ein wenig Geduld und eine Portion Optimismus, aber die haben wir ja in diesen vergangenen 14 Monaten lernen dürfen. (Ich weiß auch, dass einige sehr, sehr müde von dieser Zeit geworden sind…)Und das bedeutet auch, dass Vieles, was lange, lange nicht möglich war, wieder möglich sein wird. Eine Rückkehr zum vorherigen Leben? Gehen Sie zurück zu allem,…